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Rentenversicherung und Versorgungsansprüche

Alle Informationen rund um Ihre Pension und Versorgungsansprüche für Ihre Hinterbliebenen aufbereiten.

Dabei geht es zum einen darum, wie ihr Ehepartner oder Lebensabschnittpartner aus einer eingetragenen Lebenspartnerschaft sowie Ihre Kinder Ansprüche aus diesen Leistungen geltend machen können. Zum anderen sagen wir Ihnen, welche Informationen Sie Ihren Hinterbliebenen bei easyleaving hinterlegen, damit diese den lästigen Papierkram möglichst schnell abwickeln können. Das Thema ist sehr komplex, wir raten zusätzlich mit einen Rentenberater und mit Ihren Angehörigen über dieses Thema zu sprechen.

Hinterlegen Sie auf easyleaving alle Unterlagen, Kontaktinfos und Infos der verbundenen Bankkonten zu Ihrer

  • Gesetzliche Rente
  • Betriebsrente
  • Unfallrente
  • Pension
  • Lebensversicherungen

Für die Anmeldung der Rente haben Ihre Hinterbliebenen bzw. der Rentenberater drei Monate Zeit. In diesem Sterbevierteljahr erhalten Witwen und Witwer die volle Rente, die Ihnen bereits als Altersrente gezahlt wurde oder zugestanden hätte, wenn Sie aus dem Erwerbsleben ausgeschieden wären. Voraussetzung ist, dass Sie mindestens fünf Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt haben. Sind Sie bei Ihrem Ableben bereits Rentner, kann sich Ihr verbliebener Ehepartner diese Überbrückungszahlung als Vorschuss auf einen Schlag auszahlen lassen. Die Witwen- oder Witwerrente ist mindestens 40 Prozent niedriger als Ihre Rente. Hinterbliebene dürfen eine wichtige Frist nicht verstreichen lassen: Der Vorschuss muss innerhalb von 30 Tagen nach dem Ableben beantragt werden.

Abhängig vom Datum der Eheschließung und dem Alter der Ehepartner haben die Hinterbliebenen einen unterschiedlich hohen Anspruch auf Ihre Rente sowie die Dauer der Zahlung. Die mögliche Höhe reicht von 25 Prozent (kleine Witwen-/Witwerrente) bis 60 Prozent (große Witwen-/Witwerrente). Die Regelungen zur Hinterbliebenenrente sind komplex, ein Rentenberater kann Ihren Angehörigen helfen. Ihre Hinterbliebenen müssen die Hinterbliebenenrente beim Rentenversicherungsträger, an den zuletzt Beiträge gezahlt wurden, oder dem Versicherungsamt der Gemeinde beantragt werden.

Es ist ratsam, noch zu Ihren Lebzeiten mit Ihren Angehörigen über Rentenansprüche zu sprechen.

Beamtenversorgungsrecht - Hinterbliebenenversorgung: Witwen- und Witwergeld, Waisengeld

Ihre hinterbliebenen Ehegatten oder eingetragene Lebenspartner erhalten Witwen- oder Witwergeld, Ihre berücksichtigungsfähigen Kinder bekommen nach Ihrem Ableben Waisengeld. Berechnungsgrundlage für diese Leistungen sind das Ruhegehalt, das Sie bekommen haben/hätten. Beim Tod eines Beamten oder Ruhestandsbeamten besteht ein Anspruch, wenn Sie eine Dienstzeit von mindestens fünf Jahren abgeleistet haben oder der Tod Folge eines Dienstunfalles war. Ihre Hinterbliebene erhalten folgende Leistungen:

Bezüge für den Sterbemonat - Dienst- oder Versorgungsbezüge des Sterbemonats verbleiben den Erben

Sterbegeld - Beim Tod von Beamten oder Ruhestandsbeamten erhalten überlebende Ehegatten und Kinder ein Sterbegeld in zweifacher Höhe der Dienstbezüge aus Vollbeschäftigung, der Anwärterbezüge, des Ruhegehaltes oder des Unterhaltsbeitrages. Gibt es weder Ehepartner oder Kinder, können nachrangig auch andere Angehörige der häuslichen Gemeinschaft oder - falls nicht vorhanden - andere Personen, die Krankheits- oder Bestattungskosten des Verstorbenen getragen haben, auf Antrag Sterbegeld erhalten.

Witwen-/Witwergeld - gibt es nur dann, wenn die Ehe/eingetragene Lebenspartnerschaft mindestens ein Jahr bestanden hat. Achtung: es gibt kein Witwen-/Witwergeld, wenn die kinderlose Ehe erst nach Eintritt in den Ruhestand geschlossen wurde und der Beamte sein 65. Lebensjahr abgeschlossen hatte. Das Witwen-/Witwergeld beträgt 55 Prozent, außer die Ehe wurde vor dem 31.12.2001 geschlossen. Dann beträgt sie 60 Prozent des Ruhegehalts. Kindererziehungszeiten können den Betrag erhöhen. Das Mindestwitwengeld beträgt 60 Prozent der Mindestversorgungsbezüge jeweils ohne Erhöhungsbetrag des Verstorbenen zzgl. 30,68 Euro. Das Mindestwaisengeld beträgt zwölf Prozent der Mindestversorgungsbezüge (20 Prozent bei Vollwaisen).

Waisengeld - Halbwaisen erhalten bis zum vollendeten 18. Lebensjahr 12 Prozent, Vollwaisen 20 Prozent des Ruhegehalts des Verstorbenen. Bekommt der überlebende Elternteil des Halbwaisen kein Witwen-/Witwergeld, dann erhält der Halbwaise Vollwaisengeld. Wenn Anspruch auf Kindergeld besteht, wird das Waisengeld auch vom vollendeten 18. bis zum vollendeten 27. Lebensjahr ausbezahlt. Bei körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderungen wird das Waisengeld länger gezahlt. Ausgenommen werden Kinder, die der Verstorbene nach Eintritt in den Ruhestand oder nach Vollendung des 65. Lebensjahres adoptiert oder angenommen hat, es kann in diesen Fällen jedoch ein Unterhaltsbeitrag bewilligt werden.

Der Komplex der Hinterbliebenenversorgung ist sehr komplex, Sie sollten sich schon zu Lebzeiten beraten lassen und das Ergebnis dieser Beratung in Ihrem easyleaving-Profil hinterlegen.