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Senioren­re­si­denz - Ihr Leben im dritten Alter

Wo wird Ihre Seniorenresidenz sein? In einer Mehrgenerationen-WG, dem Altersheim, im Betreuten Wohnen oder bei Ihren Kindern?

Oder wollen Sie das Alter am Südseestrand verbringen? Es ist nicht zu früh an Ihren Alterssitz zu denken! Wie lange haben Sie den Haus- oder Wohnungskauf geplant. Wie lange haben Sie sich auf den Führerschein, das erste Auto, die Ausbildung oder Ihre Rente vorbereitet? Jetzt ist es an der Zeit nachzudenken, bevor es andere für Sie tun! easyleaving hat einige Ideen zusammengetragen.

Welche Optionen haben Sie?

Die Antwort dieser Frage fällt sehr persönlich aus. Viele Faktoren spielen hierbei eine Rolle: Leben Sie alleine, in einer Partnerschaft, mit Ihrer Familie? Sind Sie gesund oder brauchen regelmäßig ärztliche Betreuung? Sind Sie körperlich fit oder auf Pflege angewiesen? Wie sind Ihre finanziellen Möglichkeiten. All diese Fragen haben natürlich einen Einfluss auf diese Entscheidung.

Brauchen Sie Unterstützung im Alltag - wie steht's mit der Gesundheit?

Die Frage ob Sie bei Ihrem Alltag Unterstützung brauchen gibt einen ersten Hinweis auf die Frage. Wenn ich beim Anziehen, dem Essen, der Körperhygiene oder anderen alltäglichen Verrichtungen Hilfe brauche, regelmäßig medizinische Unterstützung brauche oder eine krankheitsbedingte Demenz drohen, kommen folgende Wohnformen in Frage:

  • Pflegeheim - hier werden Ihnen viele Aufgaben abgenommen, Putzen, Kochen, Pflegen und die Freizeitgestaltung wird Ihnen abgenommen, allerdings werden Ihnen oft auch viele Entscheidungen abgenommen, die Sie lieber selbst treffen würden. Besuchen Sie vorab die Pflegeeinrichtung Ihrer Wahl, um sicherzustellen, dass Sie hier würdig behandelt werden und die Umgebung Ihnen zusagt. Liegt die Einrichtung im Zentrum oder im Grünen? Gibt es eine Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr? Ist sie für Ihre Angehörigen gut zu erreichen? Welche Freizeitangebote lockern den Alltag auf?
  • Betreutes Wohnen/Seniorenresidenz - Diese Wohnform hat viele Annehmlichkeiten, schließlich leben Sie in der eigenen Wohnung und können Ihren Haushalt so selbstständig führen, wie es Ihre Gesundheit zulässt. Wohnanlagen in denen Betreutes Wohnen angeboten wird sind stets Barrierefrei angelegt, so dass Sie breite Türen (für Rollstuhl/Rollator), Treppenfreie Eingänge und leicht zugängliche Bäder erwarten dürfen. Zudem haben die Wohnungen meist Gegensprechanlagen um leicht Unterstützung oder Hilfe in Notfällen anzufordern. Allerdings ist diese Wohnform mit hohen Kosten verbunden.
  • Mehrgenerationenhäuser/Mehrgenerationenswohngemeinschaften - Wohngemeinschaften aller Art werden unter älteren Menschen immer populärer, das liegt nicht nur daran, dass die 68er-Generation in die Jahre kommt. Wer nicht gerne allein lebt und mit anderen gut auskommt sollte sich diese Wohnform in Betracht ziehen. Besuchen Sie die WG Ihrer Wahl bevor Sie einziehen und machen Sie sich mit den anderen Bewohnern bekannt. Denn der Vorteil ist auch der Nachteil dieser Lebensform, etwa wenn sich herausstellt, dass Sie einen oder mehrere Mitbewohner nicht mögen...
  • Eigenes Heim + Ambulante Pflege - Wenn die eigenen Mittel das zulassen, oder die Pflegebedürftigkeit zeitlich beschränkt ist, etwa nach einem Unfall oder einer schweren Krankheit, dann können Sie sich auch Zuhause betreuen lassen. Der Vorteil: Sie können in Ihren geliebten Zuhause bleiben und ihr gewohntes soziales Umfeld (Nachbarn, Freunde, Verwandte) weiter genießen. Im Gegensatz zum Betreuten Wohnen stehen die Pflegekräfte aber nicht auf Abruf bereit sondern kommen zu festgelegten Zeiten um Sie zu versorgen. Beachten Sie, dass Sie Ihr Zuhause rechtzeitig umbauen um es für Ihre speziellen Bedürfnisse im Alter vorzubereiten.
  • Familie - Bei den meisten zu Unrecht außer Mode gekommen, besinnen sich viele auf die traditionelle Wohnform im Alter: bei der eigenen Verwandtschaft. Das muss nicht in der gleichen Wohnung sein, vielleicht suchen Sie sich eine Wohnung im Haus Ihrer Kinder oder diese bewohnen eine Wohnung in ihrem Wohnhaus oder Eigenheim. Ein bisschen Anstand ist manchmal ja auch hilfreich. Egal ob in der gleichen Wohnung/Haus oder in Nachbarschaft, das gemeinsame Wohnen bringt für beide Seiten viele Vorteile mit sich. Ob bei der Betreuung der Kinder durch die Großeltern oder die familiären Wärme, wer mit der Familie wohnt ist weniger einsam, hat noch Aufgaben im Leben und kann durch die eigenen Verwandten leichter versorgt werden, wenn's mit der Gesundheit mal schlechter steht. Wichtig ist hierbei, dass beide Seiten aufeinander achten und die Rahmenbedingungen vorab miteinander besprochen werden.
  • Seniorenwohngemeinschaften

Sind Sie noch mobil und können sich weitgehend selbst versorgen? Dann haben Sie folgende Möglichkeiten:

  • Ihr Zuhause
  • Altenheim
  • Betreutes Wohnen
  • Mehrgenerationenhäuser/Mehrgenerationenswohngemeinschaften
  • Familie
  • Seniorenwohngemeinschaften

Einsamkeit versus Gemeinschaft

Die Frage ob ich im Alter lieber alleine oder in einer Gemeinschaft leben möchte hat viel mit Ihrer Persönlichkeit zu tun. Das wissen Sie selbst am besten. Sie sollten sich fragen ob Sie mehr unter Einsamkeit oder der Belästigung von Mitbewohnern leiden... Jeder ist da natürlich anders gestrickt.

Finanzielle Möglichkeiten

Klar ist, dass nicht jede Option mit jedem Budget zu stemmen ist. So ist das Betreute Wohnen sehr attraktiv um auch mit gesundheitlichen Einschränkungen noch weitgehend selbstbestimmt und in Würde leben zu können, jedoch sind hier natürlich größere finanzielle Ressourcen vonnöten, als in anderen Wohnformen. Wohngemeinschaften und Mehrgenerationsprojekte sind hingegen oft auch mit schmalem Geldbeutel zu stemmen oder sind sogar deutlich günstiger als das Verbleiben in der oft viel zu großen Wohnung oder dem Eigenheim. Zudem ist man hier weniger einsam.

Kuschelig oder geräumig?

Was zur nächsten Frage führt: wollen Sie die durch den Auszug der Kinder und des Lebensabschnittspartner sowie durch die eingeschränkten körperlichen Möglichkeiten des Alters viel zu groß gewordene Wohnung bzw. das mit dem großen Garten besonders aufwändig in Stand zu haltenden Eigenheim wirklich behalten? Ein Verkauf schafft vielleicht genau den finanziellen Freiraum, der die Entscheidung nach dem künftigen Zuhause mehr Optionen verschafft! Oder nutzen Sie Ihr an Quadratmeter reiches Zuhause, um selbst eine alternative Wohnform zu schaffen. Dann können Sie sich ihre WG-Mitbewohner sorgfältig selbst aussuchen, auch eine gute Idee, nicht?

Wie bereiten Sie Ihr Domizil aufs Alter vor?

  • Bett mit höherer Bettkante um leichter ein- und aussteigen zu können und höhenverstellbarem Kopfteil oder Pflegebett anschaffen
  • Breite, Rollstuhl/Rollator-geeignete Türen
  • Wohnung/Haus mit mehreren Stockwerken mit Aufzug versehen, Eingang falls möglich mit Rampe zugänglicher machen
  • Treppen mit sicherem Geländer versehen, u.U. Treppenlift installieren lassen
  • Bei eigenem Haus Einliegerwohnung (kann zunächst vermietet werden) versehen, die bei Bedarf für Pflegekräfte benutzt werden kann
  • Auto zum leichteren Einstieg mit hoher Sitzposition, breiter Tür, Automatikgetriebe und Assistenzsysteme für höhere Sicherheit und Komfort anschaffen
  • Sprachgesteuerte Notrufsystem in Haus oder Wohnung einbauen lassen
  • Nette Nachbarn mit Zweitschlüssel und Instruktionen sowie Rufnummern Ihrer Angehörigen versehen
  • Zugang bei eaysyleaving für wichtige Freunde und enge Verwandte anlegen, damit diese bei Pflegebedürftigkeit Anweisungen finden, wie damit umzugehen ist
  • Beleuchtete Lichtschalter, Bewegungsmelder im Gang/Treppenbereich/Keller
  • Einfach zu bedienende Elektrogeräte, Seniorentelefon/Handy etc.
  • Schlafzimmer, falls möglich ins Erdgeschoss umziehen
  • Im Bad Duschen und Badewannen mit stabilen Handgriffen versehen, Boden rutschfest machen, Armaturen in günstige Position und leicht bedienbar machen
  • Toilette höher setzen lassen
  • Listen mit wichtigen Kontakten (Telefon, Adresse) erstellen und gut sichtbar anbringen: Ärzte, Apotheken, Einkaufsmöglichkeiten, Pflegedienste, Notrufnummern, etc.

Fazit

Denken Sie unkonventionell und denken Sie an all Ihre Bedürfnisse. Seien Sie beweglich, wenn es um Ihr Lebensmodell im geht. Dann werden Sie Ihr Alter genießen und eine ganz auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Lösung. Hinterlegen Sie unbedingt bei easyleaving Anweisungen an Ihre Familie, wie Sie Ihren Lebensabend verbringen wollen, wenn Sie das nicht mehr selbst entscheiden können, etwa bei Altersdemenz oder im Pflegefall. Vor allem sollten Sie das mit Ihren Liebsten jetzt schon besprechen und Vorsorge für die von Ihnen bevorzugte Lösung für eine geeignete Seniorenresidenz treffen.

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