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Traueranzeigen ohne Fettnäpfchen

Traueranzeigen sind eine kleinere Aufgabe bei der Planung einer Beerdigung, die man jedoch ernst nehmen sollte.

Weder muss es die klassische Traueranzeige - die bis sie in die 1990er Jahre üblich war - sein. Aber auch bei einer modernen Traueranzeige kann man vieles falsch machen. Im Folgenden versuchen wir dabei ein bisschen Hilfestellung zu geben.  Neben der Familie werden Traueranzeigen auch von Verbänden, Firmen oder anderen Organisationen, die denen der Verstorbene eine Rolle gespielt hat, veröffentlicht, auf diese gehen wir in diesem Post nicht ein.

Nicht alle möglichen Elemente sollten in jede Anzeige gepackt werden, eine Reduktion auf das Wesentliche ist immer eine gute Entscheidung und am vermeidet so, dass die Anzeige überladen wirkt.

Folgende Elemente sollte eine Traueranzeige beinhalten

  1. Name des Verstorbenen (inkl. Titel und Geburtsname)
  2. Lebensdaten (Geburts- und Todestag)
  3. Absender der Anzeige (die Anzeige kann im Namen eines Verbliebenen, der engeren oder der ganzen Familie oder einer anderen Gruppe geschrieben sein)

Folgende Elemente kann sie zudem enthalten

  1. Kose-, Spitz- oder Künstlername eines Verstorbenen zeugen von der Verbundenheit der Inserenten zu dem Toten
  2. Datum und - wenn Beerdigung öffentlich ist - Ort der Beisetzung
  3. Hinweis, ob die Bestattung öffentlich oder ob und auf welchen Kreis sie beschränkt ist. Etwa "im Kreis der Familie und der engsten Freunde" oder im "engsten Familienkreis"
  4. Hinweis, wenn nur eine Trauerfeier stattfindet ("Seine Urne wird zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis auf dem Friedhof Idaoberstein beigesetzt")
  5. Sinnspruch, Gedanke, Gedicht- oder Liedzeile, anderer Text, der für die Trauer der Absender oder für den Charakter des Verstorbenen steht. Vermeiden Sie Plattitüden, viel zu oft gehörte Phrasen und die eingerosteten Standards der Traueranzeigen wie "nach langer schwerer Krankheit...".
  6. Hinweis, falls keine Blumenspenden gewollt sind ("Anstatt zugedachter Blumen/Kränze bitte Spende an...")
  7. Hinweis auf Todesart - hier bitte sehr zurückhaltend formulieren, weniger ist hier mehr
  8. Adresse für Kondolenzbriefe - wägen Sie ab, ob dies notwendig ist, da es Diebesbanden gibt, die den Bestattungstermin zum Einbruch nutzen. Zudem nutzen Firmen, Organisationen und religiöse Gruppen Adressen aus Traueranzeigen, die sich im Bereich von Trauerfällen Kunden/Interessenten erhoffen (Druckereien, Entrümpelungsfirmen, Makler, Vermögensberater, Religionsgemeinschaften etc.).

Grafische Elemente

Fotos des Verstorbenen sind in Deutschland eher unüblich

Viele Symbole finden sich in Traueranzeigen, dazu gehören:

  • Kreuz - Zeichen für Tod und Auferstehung
  • Davidstern/Siegel Salomons - Symbol des Volkes Israel und des Judentums
  • Rose oder Ähre - Zeichen der Liebe, des Lebens und der Vergänglichkeit
  • Baum - Lebensbaum, Familie
  • Schiff - Zeichen des Übergangs, der Reise in eine andere Welt
  • (weiße) Taube - Friedenssymbol

Vermeiden Sie politische oder andere dogmatische Symbole (Ausnahme religiöse). Statthaft sind aber Symbole, die für den jeweiligen Beruf stehen, oder die für andere wichtige Eigenschaften oder die Biographie des Verstorbenen stehen.

Danksagungen

Viele Trauernde - gerade bei der großen Beisetzungen - inserieren nach der Beerdigung nochmal, um via Anzeige den Trauergästen für Ihre Anteilnahme zu danken. Dies ersetzt aber nicht die persönlichen Danksagungen per Brief an die engsten Familienmitgleider und Freunden.

Wo inserieren?

In der Regel platziert man die Traueranzeige in der lokalen/regionalen Tageszeitung. Bei besonderen Persönlichkeiten werden diese aber auch in überregionalen Zeitungen wie der Süddeutschen Zeitung, der ZEIT, der Tageszeitung (TAZ), der Bild oder auch anderen Printpublikationen platziert.

Vielleicht wollen Sie ja Ihre eigene Traueranzeige schreiben? Das klingt auf den ersten Blick vielleicht etwas skurril, aber wieso denn nicht? Melden Sie sich bei eayyleaving an und verfassen Sie Ihre Traueranzeige selbst.

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